Eine Schule im Armenviertel einer brasilianischen Stadt

Der Verein Liberdade leistet nachhaltige Entwicklungshilfe

Eine Grundschule im Armenviertel Macacas in der brasilianischen Stadt Recife war das Vortragsthema am Kiwanis-Lunch vom 16. Januar 2018, respektive der in Wangen bei Olten domizilierte Verein Liberdade Schweiz, welcher das Projekt seit 1994 mitträgt. Marlene Grieder, Präsidentin des Vereins, hat uns anschaulich geschildert, wie die Schule funktioniert und welche Herausforderungen sie zu bewältigen hat. Da sind einmal die rund 180 Schülerinnen und Schüler, die aus meist kinderreichen und unvollständigen Familien stammen. Unvollständig vor allem infolge einer verbreiteten Macho-Mentalität, wonach die Männer den Frauen „ein Kind machen“, sich dann aber um ihre Vaterpflichten foutierten, wie die Referentin betonte. Im Armenviertel leben die Menschen sehr engräumig, mit einfachsten Ausstattungen und primitiven oder gar fehlenden sanitären Anlagen. Und Kinder haben ja nicht bloss Bildungshunger, sie brauchen auch etwas Gesundes zu essen und zu trinken, sauberes Wasser vor allem. Die Schule verfügt über eine Küche und einen Essraum, es werden täglich Mahlzeiten mit frischem Obst und Gemüse zubereitet. Für Löhne, Einrichtungen, Schulmaterial, Nahrungsmittel und Reparaturen braucht es Geld, welches hauptsächlich aus Spenden stammt. Denn vom Staat kommt keine nennenswerte Unterstützung.

Der Verein Liberdade trägt das Schulprojekt seit 1995 mit, von 1989 bis 2014 wurde es auch durch einen deutschen Verein unterstützt. Seit 2014 wird die Escola Uniao Comunitaria, die Unterricht auf den Stufen Kindergarten und 1. bis 4. Klasse der Grundschule anbietet, hauptsächlich mit Spendengeldern aus der Schweiz finanziert. Hauptfächer sind Lesen, Schreiben, Rechnen, textiles Werken und ökologische Umweltlehre; Freizeitfächer wie Sport, Tanz, Englisch und Kochen werden von zum Teil freiwilligen Lehrpersonen unentgeltlich erteilt. Der Finanzierungsbedarf beträgt gegen 100'000 Franken pro Jahr.

Und wie ist es um die beruflichen Perspektiven der Schülerinnen und Schüler bestellt? Marlene Grieder zufolge haben bislang etwa 50 Jugendliche den Weg bis zur Hochschulstufe und den Aufbruch in die „Moderne“ geschafft. Die meisten Heranwachsenden verblieben aber in ihrem Armenviertel und bemühen sich, ihre Bildung dort einzubringen.

Der Verein steht mit der Schule in engem Kontakt, Marlene Grieder besucht sie regelmässig und wirkt als Ansprechpartnerin für organisatorische und bauliche Fragen wie auch für budgetrelevante Anschaffungen.

Am Referat beteiligt war auch Fränzi Zerilli, Vizepräsidentin des Vereins Liberdade. Sie dankte den Oltner Kiwanern herzlich für das Interesse und die gewährte Unterstützung des Projekts.
KF Kurt Schibler

Link und Bankkonto Verein Liberdade:
http://www.liberdade.ch/index.php

Raiffeisenbank Untergäu, CH45 8094 7000 0055 8740 1

 

 

 

 

 

 

11 Kinder für die Welt des Kochens begeistert

Kaiserlicher Kochkurs für Kinder


Bilder: Manuela Albiker

 

Anlässlich der ersten Ausgabe des Buchfestivals Olten hat sich der Kiwanis Club Olten entschieden, als Sponsor des „Kaiserlichen Kochkurses für Kinder“ aufzutreten. Ein Sponsoring, das beileibe nicht nur aus monetärer Unterstützung, sondern in erster Linie aus persönlichem Engagement zahlreicher Kiwaner bestand.

KF Klaus Kaiser, ausgebildeter Koch und erfolgreicher Gastronom, übernahm gleich selber die Leitung des Kochkurses. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung und seiner sympathischen und ruhigen Art hatte er die elf teilnehmenden Kinder im Primarschulalter rasch auf seiner Seite. Motiviert und zielstrebig folgten sie den Anweisungen des Küchenchefs und zauberten an diesem Samstagmittag ein wunderbares – oder eben „kaiserliches“ – Menu auf die Teller. Unterstützt wurde er dabei von den KF Patrick Albiker und Jörg Schluep, beide aktuelle Vorstandsmitglieder des KC Olten, sowie von deren beiden Ehefrauen. Die leuchtenden Kinderaugen waren beim gemeinsamen Mittagessen am grossen Tisch im Oltner „Schauraum“ unverkennbar, insbesondere natürlich beim Dessert, einem echten österreichischen Kaiserschmarrn.

Auch in der Organisation des Buchfestivals Olten ist einiger Kiwanis-Spirit vorhanden, steht doch mit KF Georg Berger ein ehemaliger Club-President an der Spitze des Trägervereins und hält mit Manuela Schluep eine engagierte Kiwanis-Partnerin die organisatorischen Fäden in den Händen. Die nächste Ausgabe des Festivals findet übrigens vom 15. bis 18. November 2018 statt – ein Eintrag in die Agenda lohnt sich bestimmt.

Nico Zila

President Kiwanis Club Olten

 

 

 

 

 

 

Und wie sie geleuchtet haben ...

KCs Oensingen-Bechburg, Olten und Zofingen laden Kinder in den Zirkus ein

Mindestens ein leuchtendes Kinderauge pro Mitglied, das war eine der drei Zielvorgaben, die Governor Jon Fadri Huder bei seinem Amtsantritt proklamiert hat. In diesem Sinne hat die Kiwanis Foundation, District Schweiz-Liechtenstein, ein Agreement mit dem Circus Nock getroffen und die Clubs ermuntert, Kinder zu einer Vorstellung einzuladen. An dem sympathischen Projekt haben sich auch die drei Kiwanis-Clubs Oensingen-Bechburg, Olten und Zofingen beteiligt und am 15. Oktober 2017 mehr als 100 Kinder nach Olten ins Zelt des Circus Nock eingeladen. Die erstrebte Wirkung ist voll eingetroffen! Kinder der Tibeter-Gemeinschaft, Mädchen und Knaben aus verschiedenen Heimen der Region und Flüchtlingskinder ohne Eltern haben sich von den Darbietungen der Artisten und der Tiere begeistern lassen, und auch die Pause mit der passenden Verpflegung hat ihnen auch sichtlich Freude bereitet. Verantwortlich für die Organisation waren die KF Patrik Hug (KC Oensingen-Bechburg), Patrick Albiker (KC Olten) und Stefan Senn (KC Zofingen).

KF Kurt Schibler

 

 

 

 

 

Daniel Brechbühl löst Thomas Heimann ab

Eine rundherum erfreuliche Amtsübergabe des Lt Governors Div 9

Turnusgemäss hat Thomas Heimann (KC Olten) den Pin des Lt Governors am 23. September 2017 seinem Nachfolger Daniel Brechbühl (KC Konolfingen-Signau) ans Revers gesteckt. Die Amtsübergabe fand im Restaurant der Golfanlage Heidental in Stüsslingen statt. „Wetter-Fee“ Sandra Boner hat, gewohnt charmant und sympathisch, durchs Programm geleitet und das Vera Tabeling Trio war für die musische Bereicherung besorgt.

Als Präsident des Homeclubs des abtretenden Lt Governors hiess Markus Spielmann die Kiwanis-Familie und die Gäste herzlich willkommen. Ausgehend von Thomas Heimanns Leitmotto – „Die Zukunft muss erobert werden; man lässt sie nicht einfach geschehen, man gestaltet sie selbst“ – attestierte er ihm, ein erfolgreiches Amtsjahr abgeliefert zu haben. Was handeln bedeutet, „hast du uns Oltnern vorgelebt, und nach meiner Wahrnehmung ist es dir gelungen, das auch den anderen neun Clubs in deiner Division vorzuleben.“ Und der Oltner Präsident vergass nicht, auch Thomas Heimanns Frau Ursina und sein A-Team mit Walter Leisi, Nico Zila und Martin Haefeli in sein Lob und seinen Dank einzubeziehen.

Was ist aus Kiwanis-Sicht das wirklich Wichtige? – Thomas Heimanns prägnante Antwort lautet: „Es ist nicht so wichtig, wer hier als Lt. Governor vor euch steht, es ist nicht so wichtig, wie viele neue Members wir in diesem Jahr begrüssen durften, wichtig ist vor allem, wie vielen Kindern und Jugendlichen wir mit unseren Aktionen und Projekten direkt oder indirekt helfen konnten.“ Zu sehen, dass die Clubs der Division 9 auch immer an ihrer Weiterentwicklung arbeiteten, mache ihn unglaublich stolz. „Sie fragen sich, was können wir noch tun, wem können wir noch etwas Gutes tun.“ Und die Clubs vergässen bei aller Arbeit nicht, das gesellschaftliche Erlebnis und den persönlichen Austausch zu fördern. Aufgabe des Lt Governors sei es vorab, „den Geist, die Seele, die Freude an der freiwilligen Kiwanis-Arbeit aufzuzeigen und die frohen Botschaften der Projekte weiter zu tragen.“  Thomas Heimann dankte allen Clubs der Division 9 für die Gastfreundschaft, für die Verbundenheit und das grosse Engagement.

Als Lt. Governor habe man, sozusagen von Amtes wegen, einen tieferen Einblick, und man befasse sich auch mit Kiwanis viel intensiver als in einem „normalen“ Jahr. „Ich durfte den Internationalen und Europäischen Kongress in Paris und auch den Nationalen in St. Moritz und Pontresina besuchen. Beide Grossanlässe haben mir gezeigt, kein Kiwaner ist alleine auf der Welt, alle haben die gleichen Ziele und sind bereit, grosse Freiwilligenarbeit zu leisten.“

 

Von seinem Vorgänger mit dem Pin des amtierenden Lt Governors ausgestattet, gab Daniel Brechbühl den Versammelten seine Interpretation des Amtes bekannt. Sein Motto heisst: „Es zählen die handelnden, nicht die vorhandenen Kräfte!“ Und auf welchem Boden seine Gedanken wachsen, hat er mit Gotthelf-Zitaten deutlich gemacht: „Das Emmental ist ein Hügelland, düster aussehend von weitem, aber lieblich und heimelig in der Nähe; es strotzt nicht in üppiger Fülle der Pflanzenwuchs, aber kräftig sind die Kräuter seiner Hügel“ und „Viel spricht er nicht (der Emmentaler), ... ; aber wo er einmal Hand anlegt, da lässt er nicht ab, bis alles in Ordnung ist.“

In seinem Amtsjahr sehe er sich vor allem als „Kontaktstelle, Mentor und Motivator“, und er hoffe, den Clubs viele gute Nachrichten mitbringen zu können. „Ich freue mich auf die vielen Kontakte in der grossen und vielfältigen Kiwanis-Familie“, gab Daniel Brechbühl den Versammelten mit auf den Weg.

Eine freundnachbarschaftliche Überraschung des KC Zofingen – KF Markus Lanz hat in Form eines Checks einen „Zustupf“ in die Sozialkasse überbracht, verdankte Markus Spielmann im Namen des KC Olten ganz herzlich.

Eine hoch verdiente Ehrung durfte zum Abschluss der nach zehnjährigem Einsatz in den Divisionen 8 und 11 abtretende Area Representative Hans Rudolf Hubeli (KC Aarau) entgegennehmen: Thomas Heimann sprach die kurze, aber träfe Laudatio – „Du hast Kiwanis im Blut“ – und übergab ihm als Zeichen der Wertschätzung ein Präsent.

KF Kurt Schibler

 

 

 

 

 

Der 30. Oltner 2-Stunden Lauf schreibt gleich in mehrerlei Hinsicht Geschichte: Sämtliche bislang erreichten Rekorde sind förmlich gepurzelt, und der Kiwanis Club Olten hat mit seinem Einsatz und seiner Präsenz, zusammen mit den weiteren OK-Mitgliedern, ebenfalls alles bisher Gesehene übertroffen. Das neue Konzept mit Start und Ziel vor der Stadtkirche hat voll überzeugt. Einerseits war der Kontakt zwischen den Läuferinnen und Läufern und dem Publikum dank der weiten Übersicht noch unmittelbarer und lebhafter, andererseits sind jetzt auch die Sponsoren-Firmen, die den Anlass in dieser Form und Grösse überhaupt erst möglich machen. dank den konzentriert und herausragend aufgestellten Werbebannern wirkungsvoller zur Geltung gekommen.

Die zugesagten persönlichen Unterstützungsbeiträge für die 586 Läuferinnen und Läufer, welche insgesamt 8694 Kilometer abgespult haben, machen mehr als 116'000 Franken aus. Die Begünstigten sind diesmal die humanitäre Organisation Horyzon (für ein Bildungsprojekt für junge Frauen in Malawi) und die Pfadi Olten (für die Anschaffung der dringend benötigten neuen Zelte).

Vom generösen Einsatz der Oltner Kiwaner, sei’s bei den Vorbereitungen, beim Laufen oder Posten stehen an der Rundstrecke während der ereignisreichen zwei Stunden oder beim Abbauen und Wegräumen, zeugt die anschliessende Bilderserie. Sämtliche an dem erfolgreichen Charity-Anlass engagierten KF, allen voran die Hauptverantwortlichen Klaus Kaiser, Hans Marti und Ueli Soltermann, haben einen ganz herzlichen Dank und ein grosses Kompliment verdient!

KF Kurt Schibler